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Quellgarn oder Umspinnzwirn ?
Quellgarn und Umspinnzwirn – was ist der Unterschied?
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Quellgarn und Core-spun-Garn (auch Umspinnzwirn) sind in der Konstruktion ähnlich, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke: Beide besitzen einen festen Kern, der von einer anderen Faser umspinnt wird – entscheidend ist, welche Funktion damit erreicht werden soll (z. B. Abdichtung vs. reine Festigkeit/Verarbeitung).
Quellgarn (für wetterfeste, „dichtende“ Nähte)
Im Planenbau, Sattlerhandwerk sowie bei Booten und Persenningen ist „Quellgarn“ meist ein Garn mit hochfestem Polyesterkern, das mit Baumwolle umsponnen ist.
Was ist der besondere Effekt?
Der Vorteil liegt in der abdichtenden Wirkung an den Nahtlöchern. In der Praxis entsteht diese Wirkung häufig nicht primär durch ein „klassisches Aufquellen“ der Baumwolle, sondern durch feine Baumwollpartikel, die sich beim Nähen im Nahtloch absetzen. Zusammen mit Feuchtigkeit, Staub und Umwelteinflüssen bildet sich eine schützende, abdichtende Schicht – oft schon nach dem ersten Kontakt mit Wasser.
➡️ Genau dafür wird Quellgarn im Planen- und Persenningbereich geschätzt, wenn Nähte wetterfest und möglichst nahtdicht sein sollen.
Für wetterfeste Nähte im Planen- und Persenningbau wird häufig Quellgarn eingesetzt, weil es die Nahtlöcher in der Praxis deutlich besser „schließt“ als viele Standardnähfäden.
Umspinnzwirn / Core-spun-Garn (für Festigkeit & gute Verarbeitung)
Core-spun-Garne (Umspinnzwirne) bestehen ebenfalls aus einem starken Kern (meist Polyester oder Polyamid), der mit Baumwolle oder anderen Fasern umspinnt ist. Ziel ist die Kombination aus:
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Hoher Reißfestigkeit (durch den Kern)
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Guter Verarbeitung / Griffigkeit (durch die Umspinnung)
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teils Hitzebeständigkeit bzw. bessere „Textil“-Eigenschaften je nach Umspinnung
Wichtig: Im Gegensatz zum Quellgarn steht bei „normalen“ Core-spun-Garnen nicht die abdichtende Nahtwirkung im Vordergrund, sondern mechanische Belastbarkeit und Verarbeitung – z. B. in der Bekleidungsindustrie oder bei technischen Textilien.
Hinweis zur Begriffsnutzung: „Quellgarn“ kann je nach Branche anders gemeint sein
In manchen technischen Bereichen (z. B. Dichtungstechnik) wird „Quellgarn“ auch für quellfähige Dichtschnüre/Fasern verwendet, die bei Feuchtigkeit volumig werden und so Spalten abdichten.
Im Planen-/Persenning-Kontext meint „Quellgarn“ jedoch sehr häufig das oben beschriebene umsponnene Nähgarn, bei dem die Nahtabdichtung vor allem durch Faser-/Partikelablagerung und die Nahtumgebung entsteht.
Welche Materialien eignen sich für diese Anwendung?
Für die meisten Anwendungen im Planen-, Sattler- und Persenningbereich gilt:
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Quellgarn – wenn die Naht möglichst wetterfest/nahtdicht werden soll
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Umspinnzwirn / Core-spun-Nähgarn – wenn Reißfestigkeit und Verarbeitung im Fokus stehen
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Passendes Nähzubehör wie geeignete Nadeln, Klemmen, Nahtabdichtung/Nahtdichtmittel (je nach Projekt) und Verarbeitungshilfen
Wann welches Garn?
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Quellgarn: wenn ihr Wetterfestigkeit und Nahtabdichtung priorisiert (Planen/Persenning/Boot).
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Umspinnzwirn (Core-spun): wenn ihr vor allem Festigkeit, Haltbarkeit und saubere Verarbeitung braucht – ohne Abdicht-Fokus.
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